Ein Pfarrfamilienabend mit zahlreichen Gratulanten zum 70. Geburtstag von Pfarrer Franz Stemper aus Lisberg Ehrenbürgerrecht für Pfarrer Stemper „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat" Lisberg. Dass man in Lisberg feiern kann, hat die Ortschaft schon oft unter Beweis gestellt. Doch dieses Mal wollte die Gemeinde zeigen, dass man auch eine Gemeinschaft ist, denn Pfarrer Franz Stemper feierte seinen 70. Geburtstag. In seiner bescheidenen Art bat der Geistliche Rat um keine Geschenke und keine große Feier, dennoch wurde dieser Tag einmalig für alle Beteiligten. Unter den festlichen Klängen der Lisberger Blasmusik, angeführt von den Kommunionkindern aus Lisberg und Walsdorf, begleitet von den Mitgliedern der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderats, des Gemeinderats, den Fahnenabordnungen und den Ehrengästen zog man zum Pfarrhaus, um Pfarrer und Geistlichen Rat Franz Stemper anlässlich seines Ehrentages abzuholen. In Konzelebration mit Pfarrer Egmont Topits, Pfarrer Walter Ries, Pfarrer Peter Dermendsin, Diakon Josef Geißinger und Pastoralassistent Günter Förtsch wurde dem Gottesdienst ein würdiger und unvergesslicher Rahmen verliehen, der im Laufe des Tages noch gesteigert werden sollte. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Werner Rauscher brachte es in seiner Laudatio auf den Punkt: „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Dieser Lobspruch jubelt den Kirchenbesuchern an diesem Tag schon im Eingangsbereich entgegen, denn die Pfarrgemeinde Lisberg-Walsdorf feiert den 70. Geburtstag ihres Seelsorgers und dankt gleichzeitig für sein priesterliches Wirken in den letzten 23 Jahren." Pfarrer Stemper äußerte zu seinem Geburtstag drei Wünsche an alle Gläubigen: - Jesus Christus soll Mittelpunkt unseres Lebens sein.
- Die Gläubigen sollen eine in sich gewachsene Gemeinde werden.
- Die Kirche soll kein Museum sein, sondern ein Ort an dem Glaube gelebt wird.
Er freute sich, dass so viele Katholiken aus der Filialgemeinde Walsdorf, den Gottesdienst an diesem Tag mit ihm feierten. Stemper ist nicht nur Seelsorger in Lisberg, sondern er betreut auch die Filialgemeinde Walsdorf, die mittlerweile den größeren Anteil an Katholiken bildet. Viele gute Wünsche begleiteten den beliebten Seelsorger an diesem Tag. So überbrachte Katharina Bauer die Glückwünsche stellvertretend für alle Ministranten und die diesjährigen Kommunionkinder aus Lisberg und Walsdorf schenkten dem Pfarrer jeweils eine Rose als Zeichen der Wertschätzung, die ihm entgegen gebracht wird. Der festliche Gottesdienst wurde natürlich auch vom Lisberger Gesangverein Cäcilia feierlich umrahmt mit „Ich bete an die Macht der Liebe", mit modernen Klängen der Kirchenband - den „Kärngrockern" und klassischen Darbietungen durch Cordula Hensiek auf der Violine. Nach dem Gottesdienst zog man durch das Spalier der Kommunionkinder zur Villa, wo schon alle Gläubigen warteten, um mit ihrem Pfarrer Geburtstag zu feiern. Nach einem Standkonzert der Blaskapelle und Einlagen des St. Antonius-Kindergartens stärkte man sich im Anschluss beim Stehempfang vor der Villa. Dem festlichen Auftakt am Vormittag, einer Feier für geladene Gäste im RSV-Heim folgte am Abend im RWL-Saal ein Pfarrfamilienabend. Zünftige Klänge bot die „Aurachtaler" Blaskapelle Walsdorf, bevor Nadine Rener das Publikum mit einem Gedicht begrüßte. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Werner Rauscher, der den Pfarrfamilienabend moderierte, ließ anlässlich des 70. Geburtstags von Pfarrer Stemper nochmals dessen Vita mit den wichtigsten Stationen Revue passieren. Charakterisierend für den beliebten Seelsorger jedoch ist, er will kein Aufsehen um seine eigene Person - doch dieser Abend war nur ihm gewidmet. Für den gastgebenden Verein sprach der Ehrenvorsitzende des RWL, Hans Zier, der das 23-jährige Wirken des Lisberger Seelsorgers „mit dem scharfen Blick" näher kennzeichnete. Als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung überreichte er ein Bild vom Bamberger Dom. Auch die Ministranten hatten sich so einiges einfallen lassen, denn in dem Sketch „Geburtstagsstrauß" zeigten sie, wie man nicht schenken sollte. Dazwischen sorgte der Gesangverein „Cäcilia" und die „Kärngrocker" für Unterhaltung. Als ein „Highlight des Abends" wurde der Auftritt des Frauenbunds angekündigt und die Damen wurden ihrer Aufgabe gerecht, denn sie sorgten für wahre Lachsalven. Auch die Jugend aus Walsdorf überzeugte mit dem anspruchsvollen Stück „Tanz auf dem Brot" und die Jugend aus Lisberg mit „Der goldene Schuh". Eine besondere Ehre wurde nun Pfarrer Stemper seitens der politischen Gemeinde Lisberg zuteil. Bürgermeister Peter Deusel verlieh ihm das Prädikat: „Wir haben einen ausgezeichneten Pfarrer." Er charakterisierte Stemper mit den Adjektiven „aufgeschlossen, kooperativ, motiviert, verantwortungsbewusst und bescheiden" und unterstrich „er habe nie die Türen der Zusammenarbeit geschlossen", sondern er sei ein „hervorragender Leiter des Pfarramtes und ein verantwortungsvoller Seelsorger." Aus diesem Grund habe der Gemeinderat beschlossen, Franz Stemper anlässlich seines 70. Geburtstages ihm das Ehrenbürgerrecht zu verleihen, so Deusel. Mit „Standing Ovations" und sichtlich gerührt wurde dem Geistlichen Rat diese außerordentliche Ehre zuteil. Auch der Walsdorfer Bürgermeister Heinrich Faatz ließ es sich nicht nehmen, seine Glückwünsche zu übermitteln, denn Pfarrer Stemper ist bekanntlich auch der Seelsorger der Kirchengemeinde Walsdorf, die als Filialgemeinde Lisberg zugeordnet ist. „Zahlreiche Wege verbinden Walsdorf mit Lisberg - und es ist wichtig, diese Wege miteinander zu gehen", so Faatz weiter. Nach dem Diavortrag von Hans Stappenbacher, der wichtige Stationen des 23-jährigen Wirkens mittels Dias aufzeigte, folgten noch weitere Liedbeiträge und abschließend noch ein Quiz des Pfarrgemeinderats - frei nach dem Motto „Wer wird Millionär?" - was natürlich nochmals für ausgelassene Stimmung sorgte. Beim Quiz musste auch der Seelsorger sein Wissen unter Beweis stellen und Bürgermeister Deusel hatte ebenfalls Rede und Antwort zu stehen. Pfarrer Stemper - ein verantwortungsvoller Seelsorger mit Herz und scharfem Verstand, der sich eine Kirche wünscht, die voll Leben ist und kein starres Museum - was wollen die Gläubigen mehr? Das Ehrenbürgerrecht ist nur eine kleine Anerkennung dessen, was er seinen Gläubigen bedeutet. „Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat" - und dieses Motto wird sicher allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Karin Geyer |