Der letzte adelige Besitzerwechsel erfolgte im Jahre 1855, als die gräfliche, später fürstliche Familie von Gastell, Burg und Güter in Lisberg erwarben. Die Burg blieb Wohnung der castell'schen Verwalter. Die im Laufe der Jahrzehnte größer und größer werdende Unterhaltslast veranlasste den Fürsten von Gastell nach über 100-jährigem Besitz zur Aufgabe der Burg und verkaufte sie an den ersten nichtadeligen Besitzer Hans Fischer im Jahre 1970. Für die Burg, das Wahrzeichen Lisbergs und des westlichen Landkreises Bambergs, war dies der Anfang zu neuem Leben. Ein großes Zeugnis der Geschichte dieses Landes wurde als geschichtliches Denkmal vor dem Verfall bewahrt. Nach ca. 500 Jahren gemeinsamer und nach ca. 300 Jahren getrennter Geschichte begann 1978 eine Epoche gemeinsamer Ortsgeschichte. Denn seit der Gebietsreform sind Lisberg und Trabelsdorf eine Gemeinde. Nach kurzer Zugehörigkeit zur Verwaltungsgemeinschaft Stegaurach bildete die Gemeinde Lisberg mit den Ortsteilen Lisberg, Trabelsdorf, Triefenbach, Neumühle und die Gemeinde Priesendorf im Jahre 1978 die Verwaltungsgemeinschaft Lisberg mit Verwaltungssitz im Schloß Trabelsdorf. |